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Abschied vom Luftkommando - Münster

Münster: Militärspektakel gestört

z 04.07.2010 17:47 Themen: Militarismus
 
Am 30.Juni verabschiedete sich das Lufttransportkommando der Bundeswehr aus Münster, die feierliche Abschiedszeremonie wurde von „Vuvuzelas für den Frieden“ übertönt. Bei den Protesten gegen die Bundeswehr kam es zu Polizeiübergriffen.
Das bisher in Münster stationierte Lufttransportkommando zieht nach Eindhoven, von wo aus gemeinsame EU-Militärtransporte der „EU-Battelgroups“ in einem Raudius von 6000 km koordiniert werden sollen.

Zur Verabschiedung der Soldaten war ursprünglich ein großer Zapfenstreich geplant, der aber auf Grund des Rücktritts des Bundespräsidenten nicht stattfinden konnte, weil das Wachbataillon in Berlin benötigt wurde. Darauf wies die Informationsarbeit des Lufttransportkommandos auch hin, sobald die geplanten Gegenaktionen unter dem Motto „zapfnix“ öffentlich wurden. Stattdessen sollte nur noch eine Serenade stattfinden und das Kommando „Helm ab zum Gebet“ nicht mehr kommen. Auf die Frage, ob denn nun Marschmusik gespielt würde, war die Antwort: „Nicht nur“. Auch auf die Nationalhymne konnte selbstverständlich nicht verzichtet werden.

Ort des Geschehens war der Schlossplatz. Die Universität hatte ihn für den Abend an die Bundeswehr vermietet und auch das Hausrecht übertragen. (Soviel nur zur Unabhängigkeit der Universitäten) Mit dem geplanten Zapfenstreich stellt sich die Bundeswehr nach Auskunft des Bundesverteidigungsministeriums in eine lange militärische Tradition, seit 1838 hat sich der Ablauf der Zeremonie nicht verändert. Zapfenstreiche vorm Schloss in Münster gab es schon einmal – zwischen 1933 und 1945, organisiert von der Wehrmacht. Die Bundeswehr hat offensichtlich keine Probleme mit der historischen Vorbelastung des Platzes.



Von der Lokalpresse wurde ein Hinweis auf diese Traditionen und Tatsachen als unzulässiger Wehrmachtsvergleich diskreditiert, gegen das Militärspektakel sollte nicht demonstriert werden.

Dennoch fanden sich am Abend etwa 250 Demonstrant_innen ein, die gegen Militärspektakel und Auslandseinsätze mit zahlreichen Transparenten, Trommeln, Vuvuzelas und Trillerpfeifen protestierten und sich vor der Absperrung einfanden. Die Rebel Clowns Army karikierte das Spektakel, welches die Bundeswehr veranstaltete und marschierte ebenfalls auf, womit einige der (Ex-)Militärs gar nicht klar kamen.


Als um 22.30 die Fackeln der behelmten Soldaten entzündet wurden, wollte die Bundeswehr sich der Kritik nicht stellen. Feldjäger bedrohten Menschen mit Transparenten, die Polizei stelle dem AStA, aus welchem Antikriegslieder ertönten, kurzerhand den Strom ab und die Bundeswehr ließ ihr „Hausrecht“ von der aufgefahrenen Bereitschaftspolizei ausüben. Diese war aggressiv und drängte die Demonstrant_innen gewaltsam zurück. Dabei wurden einige Menschen, die nicht gehen wollten, verletzt, eine Person wurde erst weggezerrt, in eine Hecke geworfen und dann getreten, bis sie blutete.
Zwei Personen wurden festgenommen. Ihnen drohen jetzt Anzeigen wegen Exhibitionismus und Widerstands.

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Kritik nicht erwünscht

Doch auch ein paar Meter zurückgedrängt, waren die Menschen entschlossen, die Bundeswehr nicht ungestört sich zelebrieren zu lassen. Unter Vuvuzelaklängen, Trommeln und Mülltonnenschlägen waren die Klänge der Marschmusik kaum noch zu hören.
Die Lokalpresse schrieb von der Verabschiedung der tollen Soldaten und verschwieg den Protest, das zeigt, wie weit die Verehrung der Bundeswehr schon in der Gesellschaft angekommen ist. Deshalb bleibt der Protest richtig und notwendig – kein Militarismus, keine Auslandseinsätze und kein Militärspektakel – nirgendwo!

 
Ankündigungen (siehe: Aufrufe und Einladungen)  
  Zur Zeit sind Soldaten der Bundeswehr in folgenden Ländern im Einsatz:

Kosovo, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Afghanistan, Usbekistan ,Sudan
Horn von Afrika (Djibouti) und vor den Küsten Libanons und Somalias

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Zahlreiche Werbetermine der Bundeswehr findet ihr unter:

www.kehrt-marsch.de

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